Kaum eine Nation schafft es so perfekt wie unsereiner die Mülltrennung zu betreiben, gehört der Joghurtbecherdeckel zu den Kunststoffverpackungs- oder zur Aluminiumfraktion, soll der Becher ausgespült sein oder nicht? Sollen die Zeitung schön gebündelt in den Papier Container oder geht es zu den Kartonagen auch gerne ungebündelt ? Wo gehört der zerbrochene Pflanzenübertopf hin, warum kostet ein Ikea Regal weniger als ein grössengleiches von Segmüller im Sperrmüllbereich? Kann man die kleinen Quittungszettel bei der Steuer absetzen? Wird man mit landkreisfremden Kennzeichen zuvorkommender von den gemeindlich bestellten Müllwächtern behandelt?
Fragen über Fragen die sich den vielen Familienväter jeden Samstag kurz vor Betriebsschluss der gemeindlichen Wertstoffhöfen stellen, nachdem sie sich erfolgreich im Ministau zur Abgaberampe vorgekämpft haben.
Dieses Ritual verbleibt bei den Versorgern der Familie und man ist immer, aber auch immer zu spät, im schlimmsten Fall lädt man den "Krempel" wieder daheim aus um am kommenden Samstag hoffentlich eher mit doppelter Ration unterwegs zu sein und dann regnet es aber auch sicher wieder oder man hat keine Zeit, da man ja wieder neue Regale kaufen muss um die Konsumgesellschaft am laufen zu halten.
Warum gibt es nicht vom Arbeitgeber auch mal müllfrei um entspannt und nicht unter Zeitdruck die Pflichtfahrt zurückzulegen.
Als Hilfe hier die Fraktionen:
Papier und Kartons (unverschmutzt)
Kunststoffverpackungen und Leichtverpackungen
Schrott, Eisen, Kupfer, Blech, Dosen
Gartenabfälle, Gras- und Baumschnitt, aber nicht stärker wie 5 cm im Durchmesser
Elektroschrott, Haushaltsgeräte, Computer, Bildschirme, Waschmaschinen, Kühlschränke
Gegen Gebühren: Sperrmüll, Holz und Bauschutt
schönes sortensicheres Entsorgen
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